«Der Hundertjährige, der die Bühne erobert»

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (Jonas Jonasson) «Vielleicht besteht die größte Leistung der Inszenierung (…) im Vermögen, den Spannungsbogen in der sehr disparaten Handlung drei Stunden aufrechtzuerhalten. Dabei fällt auch auf, dass das oft Bedrohliche im Buch wie auf der Bühne von der Liebenswürdigkeit der Gruppe um Allan überwunden und machtlos gemacht wird. Und gerade diesen Charakter haben die LiveTiKer grandios gemeistert. Vielleicht ist das auch die Moral des Stücks.» Christoph Stehle, Schwäbische Zeitung, 15. Oktober 2014

„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson

Theaterstück nach dem Roman von Jonas Jonasson Allan wird hundert, was ihn gar nicht stört (es gibt überhaupt nicht viel, was ihn stört). Aber auf die offizielle Geburtstagsfeier verzichtet er gern, also türmt er aus dem Seniorenstift, nimmt im Busbahnhof einen Koffer an sich, der eigentlich einem Gangster gehört. Und während er auf der Flucht eine Art neue Familie aquiriert – einen alten Gauner, einen Möchtegern-Experten und die streitbare Gunilla – steigt die Sterblichkeit der kriminellen Verfolger rasant. Dem Quintett folgt eine übereifrige Kommissarin, bei der man nie so recht weiß, ob sie dem Auftrag gewachsen ist. Und das Schöne […]

„Morgenstund‘ hat Tod im Mund“ (Stückentwicklung, 2013)

Zwölf völlig unterschiedliche Menschen treffen in einer einsamen Hütte in den Bergen aufeinander. Sie wurden ausgewählt, um an einem einwöchigen Experiment teilzunehmen, an dessen Ende eine hohe finanzielle Belohnung winkt. Der Veranstalter will in diesem Experiment das Zusammenleben der Menschen auf kleinstem Raum und unter erschwerten Bedingungen testen. Was die Teilnehmer nicht wissen können, ist, dass dieses Projekt sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens stellen wird! Ein Psychothriller des Jugendclubs unter der Leitung von Geli Wagner.

„Morgen in Katar“ von Theresia Walser

Theaterstück von Theresia Walser Der Zug ist bereits eine Weile unterwegs, als er kurz vor Karlsruhe eine Vollbremsung macht. Ein Mensch hat sich vor den Zug geworfen. Und drinnen im Zug sitzen die Reisenden, schon zu Beginn merklich gereizt, und warten: Der Schaffner kommt vorbei und weiß nichts Neues, die Kellnerin verkauft Sektchen und Schnäpschen. Der Alkoholpegel steigt, die Gespräche werden verstiegener. Theresia Walsers Personnage, die im Zugabteil diese zunehmend betrunkene Schicksalsgemeinschaft bildet, ist denkbar unterschiedlich: Edith etwa ist leicht sentimental und hat wilde Gedankensprünge. Die Architektin hat Zahnweh und träumt vom perfekten Haus, das sie, so ahnt auch sie […]

«runde und stimmige Aufführung» – „Morgen in Katar“

Morgen in Katar von Theresia Walser «…Das Spiel dieser bestens aufgelegten Truppe zeigte nur dem intimen Kenner der Theaterarbeit diese immense Arbeit, die die Proben geprägt haben musste: mit wunderbarer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit wurde das Stück auf die Bühne gebracht, alle Spielerinnen und Spieler bewegten sich sprachlich , mimisch und gestisch auf höchstem Niveau und der Regisseurin Geli Wagner war es hervorragend gelungen , Theresia Walsers Text, ein Mosaik aus vielen Steinchen ….zu einer runden und stimmigen und immer bewegenden Aufführung zu montieren…» Reinhold Löhner, Kulturverein Wilhelmsdorf, 2012

«Eines gleich vorweg: Hingehen!» – „Sind wir nicht alle ein bisschen… oder was dahinter steckt“

Sind wir nicht alle ein bisschen… oder was dahinter steckt « Eines gleich vorweg: Hingehen! Bedrohlich, beklemmend, lustig und wunderschön. Mit großem Talent haben die Schauspieler des Jugendclubs 2 am Samstagabend die Premiere von „Sind wir nicht alle ein bisschen… oder was dahinter steckt“ aufgeführt. Unter der Leitung von Angelika Wagner ist der Gruppe eine großartige Produktion gelungen.» Valerie Gerads, Schwäbische Zeitung, 2. Juli 2012

„Die Benachrichtigung“ von Václav Havel

Theaterstück von Václav Havel „Ra ko hutu ely trebomu emusche, vdegar yd, stro renu er gryk kendy…“ Das klingt verdächtig nach dem, was man mitunter im Arbeitsamt, Prüfungsamt oder in international aufgestellten Unternehmen zu hören und zu lesen bekommt – und nicht nur dort. Könnte sein, ist es aber nicht. „Das ist nämlich Ptydepe!“, sagt Chefsekretärin Hanna dem kopfschmerzgebeutelten Direktor Groß und erzählt ihm damit etwas, was er noch gar nicht wusste: Dass in der Firma eine neue synthetische Sprache eingeführt wurde. Und zwar von seinem Stellvertreter Balas. Hinterrücks. Sogar eine Übersetzungszentrale für Ptydepetexte hat er einrichten lassen, die Buchhaltung […]